We did it again, Brooklyn

We did it again, Brooklyn

Beitrag vom 13. Mrz, 2010 von in Allgemein | Lifestyle | Videos

On the next one. Jay-Z scheint nicht aufzuhalten. Und wenn, dann nur kurz. Die New Jersey Nets ziehen nun endlich nach Brooklyn, NY. In der Saison 2012/13 soll es soweit sein. Der Grundstein für die neue Arena, das 18.000 Zuschauer fassende Barclays Center, wurde am Freitag gelegt. Jay-Z war als Investor des Teams natürlich auch dabei, als Michael Bloomberg, Bürgermeister von New York, sowie etliche andere Geld- und Würdenträger, zum ersten medienwirksamen Spatenstich riefen.

Lange hat es gedauert, denn die Rechtsstreitigkeiten mit den Gegnern des Baus zogen sich über Jahre hin. Laut rap.de ging es darum, dass die Regierung privates Land zum Bau der Arena für sich beanspruchte. Schaut man sich an, was zu der nebenbei bemerkt ultrastylishen Halle noch alles an Wohnungen und Bürogebäuden gebaut werden soll, kann man sich die Beschwerden durchaus vorstellen. Das Gegenargument ist jedoch auch nicht von der Hand zu weisen. Die Halle soll sowohl während des Baus, als auch wenn sie in Betrieb genommen wird, viele Arbeitsplätze nach Brooklyn bringen und dem Viertel wirtschaftlich wieder auf die Beine helfen.

Wie dem auch sei, der Bau hat begonnen und Jiggas Investion fängt an, Früchte zu tragen. Man muss sich nur einmal vorstellen welch genialer finanzieller Schachzug ihm da gelungen ist. Brooklyn, eine der für HipHop bedeutendsten Ecken auf diesem Globus, bekommt ein eigenes NBA-Basketball-Team, hinter dem der bedeutendste Rapper unserer Zeit als Geldgeber, Initiator und nicht zuletzt auch Repräsenant steht. Nicht nur, dass Basketball die unter HipHop-Anhänger weitverbreitete Lieblingssportart ist (in Deutschland natürlich neben Fußball…), nein, sie bekommt auch noch ein HipHop-Gesicht, mit from-rags-to-riches-Attitüde, mächtig American-Dream-Flavour und einer gehörigen Portion Straßenstaub an den Sneakern.

Diese Kombination ist marketingtechnisch nicht zu schlagen. Wie der neue Lieblingsverein aller Basketball-affinen HipHop-Hörer (immer noch größte Jugendbewegung weltweit?) sein wird, ist klar und wieviel Merchandise, Shirts, wasauchimmer in diesem Zusammenhang über die Ladentheken von Ruanda über Tokyo, Berlin, Kingston und bis zurück nach New York gehen wird, ist unvorstellbar. Ich verspreche euch, dass die Brooklyn Nets so schnell um so vieles größer werden als die ausgelutschten Yankees und die notorisch erfolglosen Knicks zusammen, dass David Stern (NBA-Commisioner) persönlich auf Knien einmal quer durch die Staaten rutschen und alle Teams anbetteln wird, sie sollen doch bitte nach New York ziehen. Jedes Team kriegt einen eigenen Stadtteil und wenn kein Platz mehr ist, dann geht einer halt nach New Jersey. Da wird ja demnächst eine Halle frei.
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