MIMS – Guilt

MIMS – Guilt

Beitrag vom 25. Mai, 2009 von in Allgemein | International | Reviews

HitPop-HipHop

„This Is Why I’m Hot“ vom New Yorker MIMS war definitiv einer der größten Hits im letzten Jahr, wurde wegen seines Südstaaten-Einflusses aber in gleichem Maße gehatet wie gefeiert. Kaum jemand machte sich die Mühe und erwähnte in seinen Besprechungen die auch damals schon im Ansatz vorzufindende, hohe Musikalität von MIMS’ Songs. Auf seinem zweiten Album „Guilt“ wird man daran aber nicht mehr vorbei kommen.

Der relaxte, aber immer souveräne Halftime-Rapper aus dem Big Apple benutzt für seine oft langsamen Beats sowohl zerschredderte E-Gitarren-Sounds und Akustikklampfen, als auch organische E-Orgeln und State of Art-verwandte Pop-Synthies. Dazu gibt es einen Mix aus tiefen Südstaaten-Kicks und klatschenden Pop-Drumsets. Runtergepitchte, zweisilbige Sprachsample-Hooks, wechseln sich völlig natürlich mit Seal-gleichem, melodischem Gesang ab und gehören auch wie selbstverständlich nebeneinander. Ebenso wie die Features, die von Ky-Mani Marley bis hin zu Tech N9ne reichen. Abwechslung scheint oberstes Gebot und doch lässt sich das ganze Album auf einen kohärenten “HitPop-HipHop” zusammenkürzen.

All diese Gegensätze gekonnt auf einem Album zu vereinen, scheint auf dem Papier unmöglich, ist auf dem selbstreflexiven, lyrisch starken „Guilt“ aber perfekt umgesetzt worden. Was Besseres als HitPop-HipHop fällt mir dazu wahrlich nicht ein, auch wenn der Begriff diesen eingängigen Abwechslungsreichtum auf Albumlänge eigentlich nicht annähernd zu fassen vermag.

www.myspace.com/mimsfanclub

MIMS – Move (If You Wanna)


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