Genesis Elijah und Beezwax – Civil Unrest

Genesis Elijah und Beezwax – Civil Unrest

Beitrag vom 07. Apr, 2010 von in Allgemein | International | Reviews

Recherchearbeiten zum Rapper Genesis Elijah für die Review zur EP “Civil Unrest”: ein paar Tracks werden auf Youtube angehört, verschiedene Infos aus dem Internet durchforstet, ein Vorurteil wird gebildet. Und das ist durchaus positiv: der Mann ist kein Unbekannter. Und was noch wichtiger ist: Der kann wirklich rappen. Und mit dem englischen Produzenten Beezwax (S.A.S., Supar Novar…) hat er sich auch noch prominente Unterstützung geholt.

Dann die Ernüchterung: Der erste (und bekannteste) Track der EP “Power” haut mich um. Leider nicht im positiven Sinne: ehrlich gesagt, musste ich nach ein paar Sekunden ausmachen. Das kann ess ja wohl nicht gewesen sein, Genesis rappt so dermassen frech und rough über den Beat, das passt einfach nicht. Das darf er nicht. Also noch ein Anlauf, und noch ein Anlauf. Und siehe da: Der Track wirkt. Und wie er wirkt. Weshalb? Ich nehme an, weil der Track etwas ist, was man in der Art selten gehört hat. Innovation schockt anfangs, kann aber großartig sein. Genauso verhält es sich übrigens mit der gesamten EP.

Doch der Reihe nach: Man bekommt auf den 5 Tracks (+ 1 Remix von “Power”) allerhand geboten. Ob Reggae-Tracks (“Do I Worry”), ruhige Rap-Tracks (“Babylon”) oder 80er-Jahre Samples (“Tell You”) – jede Sparte wird bedient. Und das überraschende daran ist, es funktioniert. Noch überraschender ist jedoch, dass auch die Inhalte nicht zu kurz kommen. Über Rassismus bis zum Bankensystem werden einige ernste Themen durchaus interessant beleuchtet.

Da nach öfterem Durchhören (die CD nicht nach dem ersten Hören abschreiben!) wirklich kaum Mankos übrig bleiben gibt es eine ganz klare Empfehlung auszusprechen, und zwar auf jeder Linie, Congratulations Genesis Elijah & Beezwax.


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