Damion Davis – Lampenfieber

Damion Davis – Lampenfieber

Beitrag vom 07. Jan, 2009 von in Allgemein | National | Reviews

Runde Sache

Es scheint fast so, das, was auch immer der erklärte Tausendsassa Damion Davis anpackt, auch irgendwie gelingt. Musikalisch hat uns der Ostberliner Jung im Jahr 2008 mit dem Release seines Pre-Album „Am Ende des Tunels“ und dem Hauptwerk „Lichtermeer“ definitiv in Verzückung versetzt.

Zum Abschluss des neuen Jahres gibt es jetzt also ein kleines Best of, welches zum Glück nicht als dieses angepriesen ist, aber genau die Erwartungen eines solchen erfüllen könnte. DJ V-Räter mixt auf „Lampenfieber“ über 26 Songs mit Damion-Beteiligung der letzten 8 Jahre, angefangen von nicht-releasten Solo-Songs und Featureparts, bis hin zu Internetsongs (unter anderem auch das GermanRhymes.de-Exclusive) und diversen Samplerbeiträgen. Eine bunte und gesunde Mischung ist dabei entstanden. Ich bin mir nicht sicher, ob V-Räter oder Damion selbst die Auswahl der Songs festgelegt hat, aber arrangiert und gemixt ist das Ganze auf jeden Fall sehr unaufgeregt und schön, flüssig und harmonisch.

Über Damions Sanges- und Raptalente brauchen wir an dieser Stelle nicht lange herumschwadronieren: Die Stimme klingt immer safe, ist sehr wort- und facettenreich, besitzt diverse Flowvariationen und bleibt auch weiterhin außergewöhnlich. Dementsprechend deckt dieses Mixtape auch thematisch ab, was inhaltlich Anno 08 eben geht: Battle, Representer und Storytelling. Letzterem kommt dabei aber das Hauptgewicht zu. Und das Damion einer der besten deutschen Storyteller im Game ist, hört man unter anderem auf weniger bekannten Songs wie “Dein Tag/Die Nacht“ feat. Ninjah von den Jeneez an, mein persönlicher Favorit auf dem Tape. Ein weiterer Topsong ist Dam’s auditiver Abriss mit Curse und Julez Bo bei „Sag was du willst“. Wunderbare Reminiszenzen in alte Feuerwasser und Lord Scan-Zeiten kommen auf, um wiederum schnell zu verschwinden und dich direkt zurück auf den Boden der aktuellen Silbermond-Ära zu klatschen. Bravo. Aber das nur am Rande.

Ich kann, obwohl ich es vielleicht gerne möchte, nicht jeden Song einzeln auseinander nehmen. Wer Damion Davis schon seit längerem verfolgt, wird mit „Lampenfieber“ einen liebevollen und musikalischen, sowieso featuretechnisch überraschenden Rückblick der letzten 8 Schaffensjahre eines Ausnahmetalents in den Händen halten. Für Neulinge sollte dies ebenfalls ein guter Einblick sein, um sich dem künstlerischen Schaffen des Berliners zu nähern.

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Damion Davis & Morlockk Dilemma – Wake Up


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