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	<title>GermanRhymes.de &#187; Interviews</title>
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		<title>Blu und Exile</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 19:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blu und Exile. F&#252;r die einen ist es NeoBoomBap, f&#252;r die anderen, der wahrscheinlich beste Nachfolger von Premo und Guru der Welt. Exile ist am Beat so kreativ wie momentan kaum ein zweiter DJ/Produzent aus den Staaten und Blu gilt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Blu und Exile. F&#252;r die einen ist es NeoBoomBap, f&#252;r die anderen, der wahrscheinlich beste Nachfolger von Premo und Guru der Welt. Exile ist am Beat so kreativ wie momentan kaum ein zweiter DJ/Produzent aus den Staaten und Blu gilt nicht erst seit gestern als lyrisches Wunderkind. Wir sprachen mit den beiden zwar bodenst&#228;ndigen, aber trotzdem leicht schr&#228;gen V&#246;geln, &#252;ber so sinnvolle Sachen wie Apfel-Bier, Friedh&#246;fe, deutsche Kulter und thail&#228;ndisches Essen auf der ganzen Welt. Viel Spa&#223;.</p>
<p>Thx again to Tobias Hoffmann f&#252;r die Fotos (<a href="http://www.phyreworx.de/" target="_blank">PhyreWorx Photography</a>) sowie <a href="http://www.myspace.com/dasmo030" target="_blank">Dirty Dasmo</a> und <a href="http://www.myspace.com/tobismith_music" target="_blank">Tobi Smith</a> vom K&#252;chenstudio in Berlin f&#252;r die Interviewlocation.</p>
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		<title>Fashawn</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er legte mit seinem Deb&#252;t eines der besten Alben in 2009 vor und ist mit seinen 21 Jahren gerade mal auf der ersten Stufe einer langen Karriereleiter. Wir sprachen mit dem bescheidenen und intelligenten Fashawn &#252;ber seine Jugendlichkeit, wie schnell&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er legte mit seinem Deb&#252;t eines der besten Alben in 2009 vor und ist mit seinen 21 Jahren gerade mal auf der ersten Stufe einer langen Karriereleiter. Wir sprachen mit dem bescheidenen und intelligenten Fashawn &#252;ber seine Jugendlichkeit, wie schnell in letzter Zeit alles f&#252;r ihn ging, wie man erfolgreich die Schule abbricht, seine Verbindung zu Paulo Coelho, Skateboard-Shops als Plan B und &#252;ber Rap als rhythmischen Journalismus.</p>
<p>Thx to Tobias Hoffmann f&#252;r die Fotos (<a href="http://www.phyreworx.de" target="_blank">PhyreWorx Photography</a>) sowie <a href="http://www.myspace.com/dasmo030" target="_blank">Dirty Dasmo</a> und <a href="http://www.myspace.com/tobismith_music" target="_blank">Tobi Smith</a> vom K&#252;chenstudio in Berlin f&#252;r die Interviewlocation.</p>
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		<title>Bananaboys &#8211; Back in this Bitch!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bananaboys, Wissy und KaiTakeCare, aus Plauen und Leipzig, zusammen 60 Jahre alt, ver&#246;ffentlichten 09 ihr au&#223;erordentlich starkes und ehrliches Deb&#252;talbum &#8220;Die Farbe Gelb&#8221; und schieben jetzt das &#252;bertrieben gute und energiegeladene Download-Mixtape &#8220;Mache Eier&#8221; hinterher (Videosingle unten). Ihre Farbe:&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bananaboys, Wissy und KaiTakeCare, aus Plauen und Leipzig, zusammen 60 Jahre alt, ver&#246;ffentlichten 09 ihr au&#223;erordentlich starkes und ehrliches <a href="http://www.amazon.de/Die-Farbe-Gelb-Bananaboys/dp/B002FAFRB0/" target="_blank">Deb&#252;talbum &#8220;Die Farbe Gelb&#8221;</a> und schieben jetzt das &#252;bertrieben gute und energiegeladene <a href="http://www.newdef.de/download/BananaBoys_Mache_Eier_Mixtape.rar" target="_blank">Download-Mixtape &#8220;Mache Eier&#8221;</a> hinterher (Videosingle unten). Ihre Farbe: Gelb. Ihre Attit&#252;de: Hoffnung. Ihr Motto: Bananen f&#252;r alle.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Gleich zu Beginn: Warum ist das Ost-Thema in eurer Musik so pr&#228;sent?<br />
KTC:</strong> Das hat uns immer schon bewegt. Ich hab damals schon zu <strong>Dilemma </strong>gesagt, dass irgendwann mal einer kommt und das Thema auf den Tisch legt, und dass das dann auch Hand und Fu&#223; hat. Das war noch vor <strong>Joe Rilla</strong>. Und dann habe ich <strong>Rilla</strong> kennengelernt und das Cover f&#252;r ihn fotografiert. Wir haben uns in Berlin getroffen, <strong>Dilemma </strong>war auch mit, und er hat uns die ganze Zeit erz&#228;hlt, was ich selber schon immer vor hatte. Das war eine krasse Situation.<br />
<strong>Wissy:</strong> Wir wollten uns das Ost-Schubladenbild mal vornehmen. Der Osten ist unterrepr&#228;sentiert und wird von den Medien schlecht bewertet. Wir haben schon immer gedacht, dass wir das auch auf eine coole Art thematisieren k&#246;nnen. Wir wollten Rap aus dem Osten machen und zu unserer Herkunft stehen. Wir wollen uns nicht verleugnen, aber damit auch in den Westen gehen k&#246;nnen, ohne zu fronten. Wenn die Ost-Schminke zu dick aufgetragen wird, wirkt das einfach nicht gut. Das mussten wir aber auch erst lernen. Unsere ersten Tracks besa&#223;en auch noch eine Menge Pathos.</p>
<p><strong>Welche Relevanz hat es, 20 Jahre nach dem Mauerfall noch &#252;ber die Wende zu sprechen?<br />
Wissy: </strong>Man sieht das jeden Tag auf der Stra&#223;e, man sieht das in Politsatiren oder wo auch immer. Wenn man Spr&#252;che h&#246;rt wie: „In Bottrop siehts Schei&#223;e aus, weil immer nur Geld in den Osten gesteckt wird“, oder wenn die Leute immer noch vorrechnen, dass jeder Westdeutsche 80.000 – 90.000 Euro f&#252;r Ostdeutschland bezahlt hat, dann begr&#252;ndet sich die Relevanz mit der Aktualit&#228;t des Themas. Die Mauer in den K&#246;pfen ist immer noch vorhanden. Dabei kann keiner was f&#252;r die Politik, die von einer kleinen Elite gemacht wurde, weder der Ostdeutsche, noch der Westdeutsche. Wir waren damals alle mit dabei auf den Stra&#223;en und haben demonstriert! Das ist ein wahnsinnig historisches Ereignis und es ist schade, dass es heute so bagatellisiert wird und jeder M&#246;chtergern-Komiker seine Witze dr&#252;ber macht. Der Osten wird oft noch als der Buhmann f&#252;r alle gesamtdeutschen Probleme hingestellt: Arbeitslosigkeit, Nazis, schlechte Einstellung, Faulheit, schlechte Aussprache. Eine wirkliche Integration hat bis heute nicht stattgefunden. Die Wiedervereinigung war lediglich eine Angliederung.</p>
<p><strong>Funktioniert eure Musik ein St&#252;ck weit auch in Abgrenzung zu dem, was es vorher an Ostrap gegeben hat, also zum Beispiel zu Dissziplin und Joe Rilla?<br />
Wissy:</strong> Nein, nicht vorrangig. Man kann im Grunde auch nichts Negatives &#252;ber das sagen, was da bisher erschienen ist. Es ist wichtig, dass Leute wie <strong>Joe Rilla</strong> und <strong>Dissziplin</strong> ihr Ding durchziehen, alleine schon um in den Kreisen, in denen sie wahrgenommen werden, eine Sensibilit&#228;t f&#252;r das Thema zu schaffen. Und ohne das werten zu wollen, wollten wir einfach nicht das machen, was andere vor uns schon gemacht haben. Wir sind das Thema einfach von unserer Sichtweise aus angegangen, haben aber nat&#252;rlich auch auf den Erfolgen, Kritiken und Misserfolgen unserer Vorg&#228;nger aufgebaut.<br />
<strong>KTC: </strong>Also der bisherige „Ost-Rap“ spricht uns nat&#252;rlich schon an, wir sind ja Ostdeutsche. Aber wir sind eben auch noch viel mehr. Die Identit&#228;t ist ja mehr als nur die Herkunft. Dazu geh&#246;ren Hobbys, Erziehung, Freunde, Erfahrungen, uvm. Wenn uns also jemand fragt, ob wir den Osten representen, dann sagen wir: Nein, wir representen uns, aber damit eben auch den Osten, der nat&#252;rlich ein Teil von uns ist.<br />
<strong>Wissy: </strong>Wenn ich dar&#252;ber rappe, dass ich mit meiner Mom im Auto richtig Ungarn sitze, weil wir ausreisen wollten, kann keiner auch nur irgendwas dagegen sagen. Das ist authentisch, das bin ich. Das Schwierige an diesem Thema ist eben, dass es so viel gr&#246;&#223;er ist als HipHop und auch erst ein Bewusstsein daf&#252;r entstehen muss.</p>
<p><strong>Eure Herangehensweise an das Thema bestand somit aus einem Freimachen von Konventionen, einer gewissen Unaufdringlichkeit?<br />
Wissy:</strong> Ja, und das symbolisiert auch der Albumtitel „Die Farbe Gelb“. Er steht nat&#252;rlich f&#252;r die Sonne, die Hoffnung und Leichtigkeit des Seins. Wir haben die Fesseln ja w&#228;hrend des gesamten Arbeitsprozesses gesp&#252;rt. Und durch die intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema wollten wir die H&#252;rden f&#252;r uns pers&#246;nlich auch loswerden. Wir wollten uns menschlich weiterentwickeln. Der graue Alltag, die Fesseln der Mentalit&#228;t, das alles haben wir letztendlich wirklich auf eine lockere Art gel&#246;st, obwohl wir das w&#228;hrend des Prozesses selbst gar nicht so gemerkt haben.</p>
<p><strong>Was sind denn eure Haupterkenntnisse &#252;ber euch selbst w&#228;hrend es Arbeitsprozesses?<br />
Wissy: </strong>Man sollte das jetzt auch nicht auf eine metaphysische Ebene heben mit der Selbsterkenntnis. Wichtig war im Grunde, sein Ding durchzuziehen, ohne sich reinreden zu lassen. Wirklich man selbst zu sein und somit auch ein Produkt abzuliefern, hinter dem man voll und ganz steht, und das dadurch auch nicht mehr zu kritisieren ist.</p>
<p><strong>Wie kam es zu dem Namen Bananaboys? Der ist dann nat&#252;rlich doch wieder sehr plakativ f&#252;r Rapper aus dem Osten.<br />
KTC: </strong>(grinst) Das ist fly. Cormega hat mich gefragt, ob das eine Jamaican Reggae Roots Crew ist.<br />
<strong>Wissy: </strong>Schau mal, jeder unserer Gro&#223;m&#252;tter w&#252;rde jetzt sagen, wir machen Urwaldmusik. (KTC ahmt eine Oma mit gebrechlicher Stimme nach) Aber nein, es gibt da einen Vorfall, der tats&#228;chlich passiert ist. Jeder kennt das F&#252;D 2-Battle zwischen Snuff Pro und Neuer Westen, bei dem Jesen dem schwarzen Ostdeutschen Choleriker die Banana vor die F&#252;&#223;e wirft. Ich habe sp&#228;ter dar&#252;ber nachgedacht, dass die Banane ja auch eine Bumerang-Form hat. Au&#223;erdem gibt es so viele sch&#246;ne Bananenpornos im Internet und auch auf Gangstarap bezogen, ist die Banane einfach ein geiles Symbol. Das ist lustig, irgendwie fruity und fresh, wir nehmen uns damit selbst auf die Schippe und k&#246;nnen sagen: „Wir sind Ossis!“. Wir sind einfach die Bananaboys, so wie alle, die hier geboren sind.<br />
<strong>KTC: </strong>Und jeder Grafiker feiert das auch.<br />
<strong>Wissy:</strong> Das, womit man uns am meisten aufziehen k&#246;nnen, das kleben wir uns schon selbst auf die Brust. Das ist plakativ und einfach, aber trotzdem subtil. Und es funktioniert.</p>
<p><strong>Wenn man euch als „gehaltvolle Antwort auf Huss &amp; Hodn“ bezeichnen w&#252;rde, wie st&#252;ndet ihr dazu?<br />
Wissy:</strong> Ich glaube, dass ein Gro&#223;teil des Erfolges der Jungs an den 90er BoomBap-Beats liegt, die die &#228;ltere HipHop-Generation wieder feiern kann.<br />
<strong>KTC:</strong> Ich finde uns eigentlich gar nicht so sehr boombapig. (Es folgt eine weitschweifige Exkursion &#252;ber Beats im Allgemeinen – die Zusammenfassung folgt weiter unten)<br />
<strong>Wissy:</strong> Wir haben schon sehr darauf geachtet, dass das alles gehaltvoll ist. Jeder Song sollte thematisch stark sein und f&#252;r sich stehen k&#246;nnen. Es soll nichts dazu gek&#252;nstelt wirken. Man muss als K&#252;nstler nat&#252;rlich auch gewillt sein sich mit solchen Themen wie „89 H&#228;ngengeblieben“ zu besch&#228;ftigen. Wenn man sich das vor Augen f&#252;hrt, haben wir einen Track geschrieben, der sich einem Problem widmet, dass 20 Jahre zur&#252;ckliegt. Oder man nimmt Songs auf &#252;ber seine Mutter und Alkoholismus, w&#228;hrend man dann beim Interview Bier trinkt. Wir haben es uns selbst zur Aufgabe gemacht, dass wir f&#252;r uns besonders schwierige Themen auch einfach mal durchackern. Es hei&#223;t ja immer, dass man sich angreifbar macht, wenn man Pers&#246;nliches erz&#228;hlt, aber das finde ich gar nicht. Man l&#228;sst etwas hinter sich damit, man gibt alles zu und das macht einen dann eher stark.<br />
<strong>KTC:</strong> Und nicht jeder will solche Probleme von anderen h&#246;ren, weshalb wir auch ein gro&#223;en Augenmerk auf die Musik gelegt haben. Man kann uns h&#246;ren ohne uns auf den Text reduzieren zu k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Wie kommt es, dass ihr euch so auf diesen 90er-Sound fokussiert?<br />
Mythos (Produzent des Duos): </strong>Ich habe fr&#252;her definitiv auch versucht andere Beats zu bauen, mehr jiggy, mehr was wei&#223; ich. Aber nachdem ich dann ein Jahr in Australien war und eine kleine Auszeit nehmen konnte, habe ich mir gesagt, dass ich erst einmal die Basics erlernen muss. Und die Basics des Beatbauens liegen f&#252;r mich halt in den 90ern. Das passierte auch ganz ungezwungen, diesen Sound konnte ich einfach am meisten f&#252;hlen beim Beatbauen.<br />
<strong>KTC: </strong>Auf die ganzen High End Synthie-Produktionen f&#228;llt mir auch einfach nichts ein. Die inspirieren mich nicht.<br />
<strong>Wissy: </strong>Bei den ganzen &#252;berproduzierten Dingern, in denen in die Drumline acht klickende und rasselnde Ger&#228;usche gepackt wurden, das klingt oft abgek&#252;hlt und gek&#252;nstelt. Da schl&#228;gt f&#252;r mich das HipHop-Herz nicht mehr.</p>
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		<title>DJ Babu (Dilated Peoples)</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 15:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DJ Babu hat den Begriff Turntablism in den 90ern entscheidend mitgepr&#228;gt und h&#228;lt es mit seiner Crew Dilated Peoples schon seit fast zwei Dekaden unten. Vor allem im Underground und in Europa konnte die Gruppe sich einen Namen machen. Ihre&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DJ Babu hat den Begriff Turntablism in den 90ern entscheidend mitgepr&#228;gt und h&#228;lt es mit seiner Crew Dilated Peoples schon seit fast zwei Dekaden unten. Vor allem im Underground und in Europa konnte die Gruppe sich einen Namen machen. Ihre Touren f&#252;hren deshalb auch immer wieder &#252;ber den gro&#223;en Teich. Beim 09er Gig in Berlin vertrat der bescheidene und bodenst&#228;ndige DJ Babu seine beiden Band-Buddies Rakaa Iriscience und Evidence vor der Presse und somit auch vor uns. Ein &#228;u&#223;erst sympathischer Gespr&#228;chspartner.</p>
<p>Foto von Tobias Hoffmann (<a href="http://phyreworx.de/" target="_blank">Phyreworx Photography</a>)</p>
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		<title>El-P</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 09:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, wir stimmen nicht ein in den Abgesang auf die sterbenden Labels. Plattenfirmen (im engsten Sinne) kommen und gehen. Das Sch&#246;ne an Indie-Labels ist doch die nicht totzukriegende jeweilige Ideologie hinter allen Releases. Auch Indie-Legende Def Jux, mit all seinen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, wir stimmen nicht ein in den Abgesang auf die sterbenden Labels. Plattenfirmen (im engsten Sinne) kommen und gehen. Das Sch&#246;ne an Indie-Labels ist doch die nicht totzukriegende jeweilige Ideologie hinter allen Releases. Auch Indie-Legende Def Jux, mit all seinen hochkar&#228;tigen K&#252;nstlern (Murs, Aesop Rock, Canibal Ox, RJD2 und Mr. Lif), h&#246;rt nicht auf zu existieren, weil das Projekt Platten verkaufen mit Labelstempel darauf eingestellt wird. Alles was mit Def Jux zu tun hatte, besa&#223; von sich aus schon immer einen k&#252;nstlerischen Mehrwert und wurde unter dem Namen lediglich bestm&#246;glich kultiviert. Deshalb kommt auch nur der Firmenstempel in einen Karton und dann auf den Dachboden, die K&#252;nstler werden uns aber weiterhin mit guter Musik versorgen. Versprochen. Aus aktuellem Anlass haben wir nochmal unser mittlerweile verdammt altes El-P-Interview rausgekramt.</p>
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		<title>Bobbito Garcia</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 22:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr HipHop geht nicht! Um es kurz zu machen: Bobbito Garcia aus NYC ist und war die Welt bereisender DJ, Writer, Rock Steady Breaker, Harlem Streetball-Legende, gesch&#228;tzer Sneakerfreak und -dokumentator, wegweisender Radiomoderator in den 90ern, renommierter Basketball- und HipHop-Redakteur, NBA-Fernsehmoderator&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr HipHop geht nicht! Um es kurz zu machen: Bobbito Garcia aus NYC ist und war die Welt bereisender DJ, Writer, Rock Steady Breaker, Harlem Streetball-Legende, gesch&#228;tzer Sneakerfreak und -dokumentator, wegweisender Radiomoderator in den 90ern, renommierter Basketball- und HipHop-Redakteur, NBA-Fernsehmoderator und Videogamestimme in Personalunion. Eine ausf&#252;hrliche Bio kann wahrscheinlich noch nicht einmal Wikipedia liefern. (Kurzabriss: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=oMx6RIgKzmo" target="_blank">Videobiographie auf youtube</a>) Im Berliner Kickz-Store nahm sich Mango Tango aka Bag of Tricks aka Soul Food Bob einen Augenblick Zeit f&#252;r uns. Wir f&#252;hlten uns geehrt.</p>
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		<title>Elzhi</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 19:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Slum Village ist im Haus. Die Fahne f&#252;r die Truppe hielt auf seiner letzten Europa-Tour zumindest Rapper Elzhi hoch. Der Dilla-gepr&#228;gte und hochbegabte Lyricist aus Detroit stellte sein erstes Solo-Album &#8220;The Preface&#8221; vor und war bestens aufgelegt f&#252;r einen sympathischen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Slum Village ist im Haus. Die Fahne f&#252;r die Truppe hielt auf seiner letzten Europa-Tour zumindest Rapper Elzhi hoch. Der Dilla-gepr&#228;gte und hochbegabte Lyricist aus Detroit stellte sein erstes Solo-Album &#8220;The Preface&#8221; vor und war bestens aufgelegt f&#252;r einen sympathischen Schwatz &#252;ber sein Album, seinen neuen Lieblingshomie und Tourbegleiter Black Milk sowie grunds&#228;tzliche Style-Issues.</p>
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		<title>Black Milk</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 18:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Motor City hatte schon immer einen eigenen Sound, doch dabei nie den gleichen. Motown, Dilla, Em, name it&#8230; Als eigenst&#228;ndiger, weithin gefragter Produzent und Rapper hat sich seit ein paar Jahren auch Black Milk etabliert. Ein ruhiger Zeitgenosse, der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Motor City hatte schon immer einen eigenen Sound, doch dabei nie den gleichen. Motown, Dilla, Em, name it&#8230; Als eigenst&#228;ndiger, weithin gefragter Produzent und Rapper hat sich seit ein paar Jahren auch Black Milk etabliert. Ein ruhiger Zeitgenosse, der sich nicht so leicht aus der Reserve locken l&#228;sst. Und ein bi&#223;chen Primadonna ist er auch. Doch in jeglicher Hinsicht ist er k&#252;nstlerisch begnadet. Ein vern&#252;nftiges Essen, einen Arsch voll Arbeit und dann kriegen wir das mit der M&#252;digkeit auch wieder hin.</p>
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		<title>Necro</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Necro]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein vielgeklickter Dauerbrenner auf GermanRhymes.de seit der Erst-Ver&#246;ffentlichung am 29.11.2007 &#8211; Unser Interview mit Necro hier nochmal im Nachtrag auf der neuen Seite:
Die letzten Worte eines Death-Rappers: Ich m&#246;chte, dass alle deutschen Frauen mir die B&#228;lle lutschen und ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein vielgeklickter Dauerbrenner auf GermanRhymes.de seit der Erst-Ver&#246;ffentlichung am 29.11.2007 &#8211; Unser Interview mit Necro hier nochmal im Nachtrag auf der neuen Seite:</p>
<p>Die letzten Worte eines Death-Rappers: <em>I</em><em>ch m&#246;chte, dass alle deutschen Frauen mir die B&#228;lle lutschen und ich ihnen in den Arsch fis*** darf. Und ich denke, dass es f&#252;r alle deutschen Frauen wichtig w&#228;re, zu meiner Show zu kommen und mit meiner gesamten Crew zu fic***</em>. Ok, wem das zu anst&#246;&#223;ig ist, der sollte nicht weiterlesen, denn es erwartet ihn ein ungewollt explizites Interview mit einem Mann, der ganz genau wei&#223;, was er will, auch wenn das manchmal ein bi&#223;chen gegen die Norm ist.<strong> </strong>(Foto von Thomas von Wittich)</p>
<p><strong><br />
Hallo Necro, lass uns gleich mit einer Grundsatzfrage anfangen. Wirst du jemals einen lustigen Song machen?<br />
</strong><strong>Necro:</strong> Du findest meine Drogensongs nicht lustig? Die sind zwar ernst, aber auch irgendwie lustig, oder nicht?</p>
<p><strong>Und was ist mit einem fr&#246;hlichen Song mit Happy End, ein Liebeslied zum Beispiel.<br />
Necro:</strong> Meine Pornosongs haben doch Happy Ends. Ich finde Songs &#252;bers Ficken und sich die B&#228;lle rausv&#246;geln haben schon ein Happy End. (Gel&#228;chter der Crew)</p>
<p><strong>Ok, du bist eine harte Nuss.</strong><strong><br />
Necro:</strong> Was ist denn f&#252;r dich ein Happy End? Kein Mord am Ende des Songs? Ok, du meinst wahrscheinlich so einen Ice Cube-Song wie &#8220;I had a good day&#8221; oder sowas. Wei&#223;t du, in sowas musst du reinwachsen. Irgendwann kommt vielleicht der Tag, an dem ich mal sowas machen werde. Vielleicht bald.</p>
<p><strong>In welcher welcher Musik f&#252;hlst du dich eher zu Hause, HipHop oder Rock?<br />
Necro:</strong> Definitiv im HipHop, denn im Rock gibt es zu vieler Hater. Rocker wollen einfach keinen Knowledge-HipHop. Auch mein Name &#8220;Necro&#8221; ist wesentlich bekannter und anerkannter in der HipHop-Szene als in der Rock-Szene. Im HipHop gibt es auch eine ganze Bank von Bullshit-Motherfuckern, aber ich bin dort trotzdem eher zu Hause. Im Herzen bin ich aber gleichberechtigt ein Metalhead und ein HipHopHead. Ich finde auch, dass ich mich da nicht entscheiden sollte, ich will beides sein. Und ich will, dass die Leute das ebenso openminded akzeptieren.</p>
<p><strong>W&#252;rdest du sagen, dass man als Rapper, der auf Rockbeats rappt, &#252;berdurchschnittlich gut sein muss, damit die HipHop-H&#246;rer nicht gleich nach den ersten Takten ausschalten?<br />
Necro:</strong> Also auf Rockbeats zu rappen ist unglaublich schwierig. Die HipHopper haben ihren klaren Kick-Snare-Sound, w&#228;hrend die Riffs im Rock alles dominieren und die Drums meist nur Beiwerk sind. Das machst es schwer punktgenau zu flowen. Doch ich denke, dass du zu allererst ein guter Texter sein musst, bevor du &#252;ber Flow reden kannst. HipHop-H&#246;rer sollten grunds&#228;tzlich gute Lyrics als gute Lyrics verstehen und auch sch&#228;tzen. Klar gibt es einige, die den Heavy Metal-Sound nicht m&#246;gen, aber das ist f&#252;r mich kein Grund sich die Lyrics nicht anzuh&#246;ren und meine Musik grunds&#228;tzlich nicht zu m&#246;gen. Grunds&#228;tzlich denke ich aber, dass jeder, der meine Musik nicht mag, ein Arschloch ist, das seine Musikh&#246;r-Ausbildung noch nicht abgeschlossen hat. (grinst)</p>
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<p><strong>Siehst du im Rappen auf Rockbeats auch die kommerzielle Chance des Au&#223;ergew&#246;hnlichen?<br />
Necro:</strong> Definitiv sehe ich darin keine kommerzielle Chance. Metal und HipHop zu mixen hat keine Zukunft. Warum ich es trotzdem mache? Ich liebe es eigenst&#228;ndigen, originalen Schei&#223; zu produzieren. Ich will Sachen machen, die es nie zuvor gegeben hat. Jemanden aus einer Metalband mit einem Rapper zusammenzubringen, ist etwas, dass ich mir pers&#246;nlich gew&#252;nscht habe. Mich interessiert nicht die Wirkung der Musik, sondern nur das Experiment an sich. Wenn ich einen guten Drummer h&#246;re, dann will ich mit ihm ins Studio gehen und mich ausprobieren. Das einzige, was kommerziell eine Chance hat, bin ich als Rapper, meine Pers&#246;nlichkeit hinter dem Mikro.</p>
<p><strong>Was ist der gr&#246;&#223;te Unterschied zwischen HipHop-K&#252;nstlern und Rockmusikern im Studio?<br />
Necro:</strong> Also wenn ich mit Rappern im Studio bin, dann sage ich denen ganz genau, wie ich etwas haben will. Wenn ich Ill Bill korrigert habe, dann war er so gepisst, dass wir uns manchmal sogar gepr&#252;gelt haben. Oder Hyde habe ich manche Lines 40 mal machen lassen, bevor ich sie gut fand. Rocker dagegen sind immer sehr schnell und pr&#228;zise beim Arbeiten, wie Studiomusiker, die man sich mieten kann. Bei den Rappern ist die Zusammenarbeit immer eher pers&#246;nlich dominiert, w&#228;hrend ich die Rocker einfach engagiere und sie meine Vorstellungen umsetzen lasse. Das w&#228;re auch zu kompliziert, weil die so bandm&#228;&#223;ig alle ihre Meinungen zu der Musik haben w&#252;rden. Klar w&#252;rde ich gerne mal mit Igor Cavalera von Sepultura ein paar Tage im Studio verbringen, aber letztendlich hat er mir ein paar Spuren aus Brasilien per Internet geschickt.</p>
<p><strong>Hast du eine unterhaltsame Anekdote mit Rockmusikern aus deinen Studiosessions zu berichten?<br />
Necro:</strong> Du scheinst sehr an Metalmusik interessiert zu sein, woran liegt das?</p>
<p><strong>Ich habe fr&#252;her selbst Schlagzeug in einer Rockband gespielt. Ich bin Rock sozialisiert.<br />
Necro:</strong> Tr&#228;gst du wegen deiner Rockvergangenheit einen Kordmantel? Ich will auch so einen.</p>
<p><strong>Willst du meinen? Wir k&#246;nnen tauschen.<br />
Necro:</strong> Nein, deinen will ich nicht, aber brauche unbedingt so einen. Es ist schon ziemlich lange her, dass sowas in den Staaten getragen wurde. (lacht) Ok, jetzt verstehe ich aber, warum du so viele Rock-Fragen stellst.</p>
<p><strong>Ok, dann lass uns nochmal an einer Insiderstory teilhaben, die im Studio passiert ist.<br />
Necro:</strong> Hmm, lass mich nachdenken, irgendeine verr&#252;ckte Geschichte&#8230; Nein, da f&#228;llt mir nichts ein. Wenn ich aufnehme, dann bin ich immer mit allem n&#246;tigen Ernst bei der Sache. Es h&#228;ngt auch niemand, der nicht an dem Projekt mitarbeitet, im Studio rum, geschweige denn irgendwelche Frauen. Das ist Business, Mann. Was wirklich Spass gemacht hat, war die Session mit Harley Flanagan von Cro-Mags. Das war pure Energie, wir haben viel gelacht und er hat mir von Suicidal Tendencies und den ganzen Beefs fr&#252;her erz&#228;hlt, das war sehr spa&#223;ig, das ist ein verr&#252;ckter Vogel.</p>
<p><strong>Was denkst du &#252;ber deutsche Rockmusik?<br />
Necro:</strong> Deutsche Rockmusik? Ich war grade heute auf Shoppingtour nach deutscher Musik. Ich respektiere wirklich alle Musik aller Kulturen. Ich kenne aber leider nicht wirklich viel deutsche Musik. Ist Destruction nicht aus Deutschland? Das ist eine Gruppe, die mich in meiner Jugend sehr beeinflusst hat. Technisch hochanspruchsvoller Death-/Trashmetal. Und nat&#252;rlich Kreator, von denen bin ich auch ein gro&#223;er Fan. Auch Rammstein ist cool, wie die immer auf die B&#252;hne pissen und sowas.<strong></strong></p>
<p><strong>Und was l&#228;uft bei dir zu Hause oder im Auto?</strong><strong><br />
Necro:</strong> Ich h&#246;re mir keinen Schei&#223; an, nur geile Sachen. Ich h&#246;re eigentlich nur Necro mit &#8220;Death Rap&#8221;, aber wenn ich mal was anderes h&#246;re, dann Metallica, Slayer, Megadeath und Sepultura, das sind meine Top 4, da geht f&#252;r mich pers&#246;nlich nichts dr&#252;ber.</p>
<p><strong>Schaust du dir diese Acts auch live an und gehst richtig ab im Publikum? Zum Beispiel bei den unglaublich intensiven, teils brutalen Shows von Sepultura?</strong><br />
<strong>Necro:</strong> Das w&#252;rde ich, aber leider habe ich Sepultura bisher immer verpasst. Ich habe sie nur ein einziges Mal gesehen, und da war ich erst 12 Jahre alt und habe noch Gitarre gespielt. Es war wirklich mitten im Herzen von Brooklyn, N.Y. und ich bin mit meiner Rockband &#8220;Injustice&#8221; damals ihr Voract gewesen. Seitdem konnte ich sie leider nie wieder live sehen. Ich bin ein gro&#223;er Fan von Sepultura. Meine Lieblingplatte ist &#8220;Beneath The Remains&#8221;. Kennst du die?</p>
<p><strong>Naja, die ist ja ganz cool, aber die &#8220;Roots&#8221; mit ihren Tribalsounds war wesentlich besser, oder nicht?</strong><strong><br />
Necro:</strong> Ja, das stimmt, ich habe &#8220;Beneath The Remains&#8221; auch nur gesagt um dich zu testen, ob du wirklich einen Plan von der Musik hast. Auf jeden Fall liebe ich diese brutale Energie der Scheibe. Das gleiche will ich auch f&#252;r meine Live-Shows. Ich will nicht, dass sich jemand verletzt, aber ich liebe eine gute Moshpit-Action. Letzte Nacht in Kopenhagen hatte ich das Gef&#252;hl, dass die Leute nicht krass genug abgehen und bin runter in die Menge gesprungen. Dort habe ich erstmal einen ordentlich Moshpit gestartet. Vorher haben die mich nur angeguckt und sich nicht bewegt. Ok, das sind zwar Fans, aber ich wollte verdammtnochmal einen ordentlichen Moshpit.</p>
<p><strong>Hast du eher Rock- oder Rapfans in deinem Publikum?<br />
Necro:</strong> Hmm, eher HipHop-Fans.</p>
<p><strong>Wissen die &#252;berhaupt, was ein Moshpit ist?<br />
Necro:</strong> Ja, meine Fans wissen das im Allgemeinen schon. Ich habe auch einige Hardcore-Fans, die sowas wie Agnostic Front, Madball und Hatebreed und sowas h&#246;ren. In Norwegen war zum Beispiel ein M&#228;dchen mit einem Metallica-Shirt und ein Typ mit einem Slayer-Shirt da, die wissen das.</p>
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<p><strong>Siehst du eigentlich einen Unterschied in der Gewalt und dem Sex, welche du thematisierst, und der, die zum Beispiel 50 Cent oder ein beliebiger anderer Rapper thematisiert?<br />
Necro:</strong> Ja, da gibt es einen riesigen Unterschied. Ich f&#252;hle mich zwar auf einer Ebene wie 50 Cent, ich bin eigentlich &#228;hnlich wie 50 Cent, nur dass er keine Drogen nimmt, sehr stra&#223;enorientiert ist und er sucht immer die Auseinandersetzung. Ich f&#252;hle mich sehr verbunden mit ihm. Aber 50 bleibt immer sehr einfach und deutlich, wie &#8220;I&#8217;m in da hood&#8221;, &#8220;I got a gun&#8221;, &#8220;I selled the drugs&#8221;, etc. Ich bin ein bi&#223;chen deeper, ich sage eigentlich alles immer doppel- oder mehrdeutig, und au&#223;erdem rappe ich nur in extremen Reimketten, viele Binnenreime, etc. Also ich male ich drei Bilder, w&#228;hrend er euch nur sich selbst gibt. Es sind eben mehr Stra&#223;enbilder, die alle verstehen. Was das gute an 50 Cent ist, er ist der Beste in seiner Disziplin und der Gr&#246;&#223;te, warum sollte ich mich also mit ihm messen wollen. Ich kann nicht machen, was er macht, und er kann nicht machen, was ich mache. Was den Sex angeht, bin ich tausendfach deutlicher als er. Er sagt nur so Sachen wie &#8220;Candy Shop&#8221;, bei mir bekommst Liebe zum Detail. Ich bin pornographisch, ich behandele die Frauen schlecht. Er macht das auch, aber eben sehr indirekt. Das ist der Unterschied, aber was uns alle vereint: Sex und Gewalt verkaufen sich am besten.</p>
<p><strong>Ja, siehst du das so?<br />
Necro: </strong>Naja, denk doch an die deutsche Pornoindustrie, was geht da richtig ab? Schei&#223;en und Fisting, oder nicht?</p>
<p><strong>Hmm&#8230;<br />
Necro:</strong> Du kennst das also? Stehst du darauf?</p>
<p><strong>Nein, nicht wirklich.<br />
Necro:</strong> Du stehst also auf das normale Zeug?</p>
<p><strong>Hmm&#8230; nein.<br />
</strong><strong>Necro:</strong> (lacht) Ok, mach weiter mit deinen Fragen.</p>
<p><strong>Ok, bist du eigentlich stolz auf deinen Einfluss, den du mit deiner Musik weltweit hast? Es gibt einige Gore- und Pornorapper in Deutschland, die &#252;ber dieselben Sachen reden wie du.<br />
Necro:</strong> Das ist gut zu wissen, ich hatte davon keine Ahnung. Prinzipiell kann ich es nicht guthei&#223;en, wenn die Leute mich nachmachen, sie sollten etwas Eigenes aus der Inspiration machen. Macht euer eigenes Ding da drau&#223;en, cool, macht ihr mich aber nach, nicht cool. In America macht niemand Porno-Rap. Ich bin der Einzige. Meines Wissens nach wird nirgend sonst auf der Welt Porno-Rap gemacht, anscheinend hier in Deutschland aber schon. Oder warte, Kool Keith und Kool G Rap haben noch Pornorap gemacht. Ich finde es gut, dass es in Deutschland so eine Szene gibt. Je mehr Fistfuck-Songs es gibt, desto mehr Gruppies werden nach den Shows gefistet. Vielleicht kriegen wir dann heute abend noch einen Blowjob hier.</p>
<p><strong>Es gibt einen Rapper in Deutschland namens King Orgasmus One, der dreht selber Gruppiepornos, und hat damit schon auf</strong><strong> internationalen Porno- und Erotikmessen Preise gewonnen. Wie findest du das?<br />
Necro:</strong> Davon habe ich noch nie geh&#246;rt, das ist cool. Aber jetzt, wo du es sagst, ich habe heute schon ein Kiddie mit einem Porno-Rap-Basecap gesehen, das scheint hier echt angesagt zu sein. Hat das ganze auch Qualit&#228;t? Gefallen dir die Pornos?</p>
<p><strong>Nein, ich bin eher der Gentleman-Fucker, aber die Qualit&#228;t ist gut, ich schreib euch mal auf, wie das hei&#223;t.<br />
Necro:</strong> Gentleman? Du bist das genaue Gegenteil von uns. (lacht) Ja, schreib uns das mal auf. Also ich akzeptiere das, dass es verschiedene Typen gibt, aber ich stehe zum Beispiel darauf, Frauen schlecht zu behandeln und sie abzuwerten. Ich denke, dass die Frauen das m&#246;gen. M&#246;gen die Frauen in den Pornos das?</p>
<p><strong>Naja, schon, aber ich bin mir nicht sicher, ob die daf&#252;r nicht auch bezahlt werden.<br />
Necro:</strong> Ist auch egal, Hauptsache er ist durch mich inspiriert worden (lacht), und macht jetzt richtig Business, indem er etwas ganz Gro&#223;es aufzieht. Das ist wirklich cool. Im Grunde ist es mir schei&#223;egal, ob jemand von mir beeinflu&#223;t wurde, wenn er nicht erfolgreich damit ist. Und eigentlich wird sowieso niemals jemand so gut wie ich. (lacht)</p>
<p><strong>Danke f&#252;r das aufschlussreiche Interview.<br />
Necro:</strong> Nein, ich habe zu danken. (Und an dieser Stelle folgen die Einleitungsworte&#8230;)</p>
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		<title>Illa J und Frank Nitt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 13:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[J Dilla steht &#252;ber allem. Er ist der Fixpunkt und er strahlt heller den je. Zwei, die sein Erbe weiter tragen sind sein Bruder Illa J und Frank Nitt von Frank n Dank. Zusammen waren sie auf Europa-Tour und erz&#228;hlten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>J Dilla steht &#252;ber allem. Er ist der Fixpunkt und er strahlt heller den je. Zwei, die sein Erbe weiter tragen sind sein Bruder Illa J und Frank Nitt von Frank n Dank. Zusammen waren sie auf Europa-Tour und erz&#228;hlten uns bei ihrem Stopp in Berlin, wie es ist, ohne Tourmanager durch viele verschiedene L&#228;nder zu reisen, warum Lady Gaga ist die Beste ist, wie die genaue Aufgabenverteilung der beiden bei Illa Js neuem Albumprojekt war und wie es so um die aktuelle NBA-Saison bestellt ist.</p>
<p>Foto von Tobias Hoffmann (<a href="http://phyreworx.de/" target="_blank">Phyreworx Photography</a>)</p>
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